Heute ist wieder mal ein Schicksalstag für Griechenland. Es gibt eine Nachtsitzung und verschiedenen Quellen zufolge, soll die nächste Tranche EU-Hilfsgelder freigegeben werden. Vorbedingungen waren radikale Lohnschnitte, Rentenkürzungen und ein Schuldenschnitt bei den Privatinvestoren und Banken, der aber noch immer im Detail nicht feststeht.
Trotz all dieser Massnahmen hat die Troika letzte Woche bestätigt, dass ihre Prognose, wonach Griechenlands Staatsverschuldung im Jahre 2020 dank dieser Zäsuren nur noch 120% vom BIP betragen werde, nicht gehalten werden könne, immer noch nahe bei 130% und damit auf nicht refinanzierbarem Fundament fusse. Dies wiederum hat noch am Donnerstag zu Spekulationen geführt, innerhalb der U-Kommissionen liege für Griechenland das Pleite-Szenario näher als die Freigabe der nächsten Rettungstranche. Bericht aus dem Spiegel vom 17.2.2012
Nun scheint der Wind (aus politischen Gründen?) wieder gedreht zu haben. Entgegen aller Warnungen von Finanzfachleuten und IWF, will man erneut Gelder lockermachen, wohl um zu Hause keinen zu grossen politischen Flurschaden anzurichten. Es scheint einfacher, Griechenland mit nicht enden wollenden populistischen Sprüchen zu härteren Sparmassnahmen aufzufordern, obwohl für die normale Bevölkerung das Ende der Fahnenstange offensichtlich erreicht ist. Die Lüge vom Schlaraffenland.

















